Kontinuierliche Produktion antimikrobieller Vesikel mit Bakterien

Antibiotikaresistenzen stellen eine bedeutende globale Gesundheitsbedrohung dar, da immer mehr Bakterien Resistenzen gegen bestehende Antibiotika entwickeln und gleichzeitig nur wenige neue Wirkstoffklassen identifiziert werden. Kürzlich konnten einige Bakterienstämme identifiziert werden, die Membranvesikel mit antibiotischen Naturstoffen freisetzen. Diese Vesikel zeichnen sich durch antimikrobielle Eigenschaften und eine hohe Biokompatibilität aus und bieten damit vielversprechende Ansätze für die Entwicklung neuer Antibiotikakonzepte.

Schemadischer Darstellung: Bakterien und ein Vesikel (Bionanoreaktor)
Abbildung erstellt mit Biorender

Um diese Vesikel effizient nutzen zu können, ist eine großtechnische Produktion notwendig, deren Rahmenbedingungen am Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik untersucht werden sollen. In einer kontinuierlichen Kultivierung von Bakterien in Bioreaktoren werden verschiedene Kultivierungsparameter untersucht, um in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie (Prof. Dr. Gregor Fuhrmann ) deren Einfluss auf das bakterielle Wachstum und die Vesikelproduktion zu identifizieren und zu optimieren.

Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Bildung und Raumfart gefördert (Förderkennzeichen 03DPS1138B).

Stefanie Fritzsche

Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik

Wissenschaftliche Mitarbeitende

Adresse

Konrad-Zuse-Straße 3-591052 Erlangen